Eine von vielen “Entdeckungen” auf der Leipziger Buchmesse: Auf Olga Grjasnowa als Gast bei der Interview Lounge sind wir durch ihren Kollegen Rolf Lappert gekommen. Der Schweizer Jugendbuchautor, der – so wie Grjasnowa – beim Hanser Verlag veröffentlicht, sprach in höchsten Tönen von ihrem Buch “Der Russe ist einer, der Birken liebt”. Zu Recht, wie wir finden. Daher haben wir auch mit Erleichterung vernommen, dass das Zweit-Studium der Tanzwissenschaften, das die charmante Absolventin der Leipziger Autoren-Kaderschmiede aufgenommen hatte, schon wieder pausiert. So bleibt mehr Zeit für das literarische Schreiben – und das ist auch gut so, denn wir wollen noch viele Romane von der Qualität ihres Debüts lesen.

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Verlagstext: Mascha ist jung und eigenwillig, sie ist Aserbaidschanerin, Jüdin, und wenn nötig auch Türkin und Französin. Als Immigrantin musste sie in Deutschland früh die Erfahrung der Sprachlosigkeit machen. Nun spricht sie fünf Sprachen fließend und ein paar weitere so “wie die Ballermann-Touristen Deutsch”. Sie plant gerade ihre Karriere bei der UNO, als ihr Freund Elias schwer krank wird. Verzweifelt flieht sie nach Israel und wird schließlich von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt. Mit perfekter Ausgewogenheit von Tragik und Komik und mit einem bemerkenswerten Sinn für das Wesentliche erzählt Olga Grjasnowa die Geschichte einer Generation, die keine Grenzen kennt, aber auch keine Heimat hat.

Buchtipp von Olga Grjasnowa: “Mein sanfter Zwilling” von Nino Haratischwili (Frankfurter Verlagsanstalt)

Olga Grjasnowa: Der Russe ist einer, der Birken liebt. Hanser Verlag 2012. 288 Seiten. 18,90 Euro

Eine Rezension zu diesem Buch ist auf Culturmag.de nachzulesen.