Was Erfolg ist, wird jedem klar, der John Green auf einer Lesereise erlebt. Stundenlang warten Jugendliche an einem kühlen Abend auf den Amerikaner aus Indianapolis – und als er dann endlich eintrifft, bejubeln sie ihn wie einen Popstar. Das mag nicht nur an Greens berührender Prosa (“Das Schicksal ist ein mieser Verräter”) liegen, sondern auch an der Tatsache, dass er täglich mit seinen Anhängern via Twitter und Youtube kommuniziert – und für Orientierung sorgt (“Lohnt sich ein Studium, John?”). 1,2 Millionen Follower und mehr als 4 Millionen Klicks auf Youtube zeugen von einem Phänomen. Nun ist sein Roman verfilmt worden und läuft ab heute in deutschen Kino.

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Verlagstext: “Krebsbücher sind doof”, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander – trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.

Buchtipp von John Green: “Every Day” von David Levithan (Knopf Books for Young Readers)

John Green: “Das Schicksal ist ein mieser Verräter”. Hanser 2012. 288 Seiten. 16,90 Euro.